DKHW: Neue Kinder- und Jugendhilfestatistik mit Licht und Schatten

DKHW-SchildDas Deutsche Kinderhilfswerk sieht keine Trendwende beim seit Jahren festzustellenden Bedeutungsverlust der Kinder- und Jugendarbeit in Deutschland. Die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass der Anteil der Aufwendungen für die Kinder- und Jugendarbeit an den Gesamtausgaben der Kinder- und Jugendhilfe mit gerade einmal 4,34 Prozent den niedrigsten Wert seit Inkrafttreten des Kinder- und Jugendhilfegesetzes erreicht hat. Dem Ausgabenanstieg für die Kinder- und Jugendhilfe insgesamt um mehr als 2,9 Milliarden Euro steht für den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit nur ein leichter Anstieg der Ausgaben um rund 59,1 Millionen Euro entgegen. Angesichts der wachsenden Herausforderungen für die Kinder- und Jugendarbeit ist diese Entwicklung aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sehr bedenklich.

„Immer wieder müssen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen ihre Arbeit aufgrund finanzieller Probleme einstellen. Vor allem in ländlichen Regionen stehen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit oftmals vor großen Problemen. Das ist insbesondere angesichts der Tatsache, dass jedes fünfte Kind in Deutschland von Armut betroffen ist, ein großes Problem. Denn diese Kinder leiden aufgrund ihrer oftmals erhöhten Förderbedarfe besonders unter einer schlechten finanziellen Ausstattung der Kinder- und Jugendarbeit. Armut stellt für Kinder ein bedrohliches Entwicklungsrisiko dar. Deshalb ist es erforderlich, dass alle Beteiligten der Kinder- und Jugendarbeit eine besondere Empathie für diese Gruppe entwickeln. Das ist jedoch nur möglich, wenn entsprechende Personal- und Ausstattungsressourcen vorhanden sind – in Jugendzentren, Verbänden, Zirkusprojekten und Zeltlagern, auf dem Abenteuerspielplatz, auf der Straße, an Szenetreffpunkten oder im Spielmobil“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Kinder- und Jugendarbeit ist eine wichtige Ergänzung zum leistungsbezogenen Lernen in der Schule. Denn hier können Kinder und Jugendliche eigene Akzente setzen, sich neue soziale Beziehungen erschließen, selbst Strukturen gestalten und eigenen, individuellen Vorlieben und Kompetenzen nachgehen, die oftmals im Schulkontext nicht zum Tragen kommen. Zudem entwickeln sie dort gesellschaftlich bedeutsame Schlüsselqualifikationen. Und: Kinder- und Jugendliche brauchen offene, freie Räume zur Entfaltung eigenständigen Engagements, um eine aktive partizipationsorientierte Rolle in der Gesellschaft zu entwickeln. Weiterlesen

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Fachgruppentreffen „Schulsozialarbeit an Gemeinschaftsschulen“

Am vergangenen Freitag (24.02.2017) fand das zweite Netzwerk-/Fachgruppentreffen „Schulsozialarbeit an Gemeinschaftsschulen“ unter der Leitung von Michael Stage und Lydia Bütof (DKJS – Landesweite Koordinierungsstelle „Schulerfolg sichern!“) statt. Gastgeber und Veranstaltungsort war die Schulsozialarbeit der Gemeinschafts- und Sekundarschule „Thomas Mann“. Insgesamt durften wir neun Schulsozialpädagog*innen aus dem Land Sachsen-Anhalt als Tandem (gemeinsam mit einer Lehrkraft aus der jeweiligen Schule) begrüßen. Nach einem kurzen Kennenlernen kamen die Gäste in den Genuss eines sehr anschaulichen und interessanten Vortrages unserer engagierten Lehrerin Frau Thormann zu dem Thema: Auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule – Konzept und Umsetzung an der Gemeinschaftsschule „Thomas Mann“. Weiterlesen

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„Schule macht STARK!“

Die Schulsozialarbeit der Gemeinschafts- und Sekundarschule „Thomas Mann“ konnte im vergangenen Jahr einen Kooperationspartner gewinnen, welcher sich speziell mit den doch immer aktueller und brisanter werdenden Themen (besonders am Lernort: Schule) „Mobbing, Cybermobbing & ein vernünftiger Umgang in Sozialen Netzwerken“ auseinandersetzt und diesbezüglich auch an und in die Schulen geht, um hier mehrstündige Unterrichtseinheiten sowie ganztägige Projekttage durchzuführen. Nachdem wir dieses Angebot im vergangenen Schuljahr dann auch gleich „flächendeckend“ in den Klassenstufen 5-7 durchgeführt hatten und es allen Beteiligten wirklich sehr sehr gut gefiel, sind wir damals so verblieben, dass wir dieses wirklich tolle und sinnvolle Angebot in der Zukunft nun immer am Anfang des zweiten Schulhalbjahres für die Schüler*innen der 5. Klassenstufe unserer Schule anbieten werden. Gesagt, getan. So fanden in der vergangenen Woche am Dienstag (Kl. 5a) und am Freitag (Kl. 5b) die beiden  Projekttage in enger Zusammenarbeit zwischen der Schulsozialarbeit und Hr. Meyfarth (Die Brücke Magdeburg gGmbH) sowie den Klassenlehrer*innen der 5. Klassen an unserer Schule statt. Die beiden Projekttage verliefen wirklich richtig richtig gut, sie brachten viel Wissenswertes für alle Beteiligten mit sich aber vor allem zeigten sie auch auf, wie groß doch der Bedarf hinsichtlich dieser Themen am Lernort Schule ist und das es für alle Teilnehmer*innen sehr gewinnbringend und aufschlussreich ist, sich einmal ausgiebig hiermit auseinanderzusetzen. Ein großes DANKESCHÖN geht an Herrn Meyfarth!!!

Hier die beiden Klassen:

KLASSE 5a –>

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KLASSE 5b –>

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Festung Kunterbunt

Das war ein lustiges und buntes Treiben am letzten Wochenende in der Festung Kunterbunt! Der Spielwagen e.V. präsentierte sich und sein Leistungsspektrum und lockte zahlreiche Kinder und deren Begleiter*innen. Es entstanden vielfältige und farbenfrohe Masken, die allen Besuchern des Standes einen kleinen Vorgeschmack auf die fünfte Jahreszeit, den Karneval, geben konnten. Gemeinsam mit vielen gut gelaunten Eltern und Kindern konnten wir so gemeinsam die Festung Mark an diesem Tag kunterbunt gestalten. Wir bedanken uns herzlichst bei allen fleißigen großen und kleinen Bastlern und Bastlerinnen für dieses bunte Spektakel und die vielen Momente des gemeinsamen Lachens. Am gefragtesten waren allerlei Tierarten. Sehen Sie selbst:

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Talenteshow 2017

Hier war mächtig was los. Die Talenteshow der GMS Wilhelm Weitling fand am Tag der Zeugnisausgabe vor den Winterferien statt und war ein voller Erfolg. Geplant und organisiert wurde diese schulische Großveranstaltung von den Schüler*innen des Schülerrats mit Unterstützung von Studentinnen des Studiengangs Bildungswissenschaften der OvGU sowie dem Schulsozialarbeiter. Für die Musik- und Lichtgestaltung war das Team des Schülerradios zuständig, die mit einem teilweise neuen Equipment aufwarten konnten. Die Talente haben sich teilweise Monate lang auf diesen Tag vorbereitet und konnten nun endlich vor der Schule präsentieren, woran sie so fleißig geprobt haben. Die Beiträge waren auch in diesem Jahr sehr facettenreich. Sie reichten von mehreren Tanzbeiträgen und Sketchen über Jiu Jitsu und Basketball bis zu einer Kür eines Rollschuhkunstläufers. Selbst die zurückhaltendsten Schüler*innen nutzten die Talenteshow als Möglichkeit allen zu zeigen, was in ihnen steckt und wie viel Mut sie unter Beweis stellen können. Hier ein paar Eindrücke:

 

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KARATE geht weiter…

Mit der Spende des Fördervereins zur Unterstützung der sportlichen Aktivitäten von Menschen mit Down Syndrom, konnte heute der KARATE-Kurs an der Hugo-Kükelhaus-Schule gestartet werden. Die Spende wurde überreicht von  Herrn Dr. Thomas Beringer und Frau Christin Lieblich an die Schulsozialpädagogin des Spielwagen e.V. Bettina Ballerstein. Die Kids sind hocherfreut. Die Trainerin Claudia Walsleben kommt vom „Hatsuun Jindo“ Karate-Club. Gemeinsam mit dem Schülerrat hatte Frau Ballerstein bereits im Jahr 2014 und 2016 Karate-Trainer an die Schule holen können, was auf große Begeisterung stieß. Jetzt gibt es dank des freundlichen Spenders eine Fortsetzung. Vielen herzlichen Dank!

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Familienferienfreizeit Kirchmöser

Nun war es endlich soweit. Nach wochenlanger Vorbereitung ging es nun für einige Familien aus Magdeburg in den Winterferien in die Familienferienstätte St. Ursula. Hier verbrachten sie gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin Rena Gödecke von der Grundschule „Am Fliederhof“ und Jana Strahl vom „ Familienbund im Bistum Magdeburg und im Land Sachsen-Anhalt e.V.“ eine ereignisreiche Woche. Das Motto dieser Familienfreizeit lautete „Familienzeit- gemeinsame Zeit im Alltag finden und gestalten“. Und dies taten die Familien auch. Die Eltern hatten im Vormittags- und Nachmittagsbereich die Möglichkeit sich inhaltlich zu Fragen rund um den Erziehungsalltag auszutauschen und zu informieren. Während dieser Zeit wurden die Kinder spielerisch betreut und erlebten viele aufregende Aktionen. Es wurde gemeinsam gebastelt, gespielt, ein Schatz gesucht, Stockbrot über dem Lagerfeuer gebacken und sich ausreichend in vielerlei Hinsicht ausgetauscht. Die Mitarbeiter*innen in der Familienferienstätte waren stets um unser Wohl bemüht und schreckten auch nicht vor zusätzlicher vegetarischer Kost zurück. Hierfür einen ganz herzlichen Dank. Großer Dank geht auch an Jana Strahl und ihrer Familie, ohne deren Engagement die Familienfreizeit so nicht umsetzbar gewesen wäre. Alle Familien waren rundum begeistert und würden gerne ein weiteres Mal wiederkommen. Wir übrigens auch!

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,,Spiel! Platz ist überall!“

DKHW-SchildAktueller Aufruf zum Weltspieltag 2017 – eure Unterstützung erbeten

,,Spiel! Platz ist überall!“ ist das Jubiläumsmotto des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Weltspieltag am 28. Mai 2017. Damit wollen das Deutsche Kinderhilfswerk und seine Partner im ,,Bündnis Recht auf Spiel“ darauf aufmerksam machen, dass Kinder und Jugendliche ein Recht darauf haben, zu spielen und sich möglichst im gesamten Stadtraum frei zu bewegen! Kommunen, Initiativen, Vereine und Bildungseinrichtungen sind aufgerufen, mit einer Aufmerksamkeit erregenden Aktion am Weltspieltag 2017 teilzunehmen.

Unser gemeinsames Jubiläumsziel ist es, in Zusammenarbeit mit möglichst vielen Kommunen bundesweit riesige Kreidebilder mitten in den Städten entstehen zu lassen. Alle Kinder und Spielvertreter/innen sind dazu aufgerufen, ihre vielfältigen Wunschvorstellungen von einer bespielbaren Stadt malerisch – gerne auf dem Marktplatz oder direkt vor dem Rathaus – zu verdeutlichen! Wie stellt ihr euch eine Stadt vor, in der Kinder nicht auf ausgewiesene und begrenzte Spielräume vertröstet werden, sondern überall Platz zum Spielen haben? Werdet kreativ und setzt dem Recht auf Spiel an diesem Tag ein buntes und beeindruckendes Zeichen! Alle Akteur/innen, die bei unserer Riesenkreidebildaktion mitmachen und mit einem kostenlosen Starterset Straßenmalkreide unterstützt werden möchten, bewerben sich bitte formlos mit einer kurzen Projektskizze über huebscher@dkhw.de. Anmeldeschluss für diese gesonderte Aktion ist der 15. April 2017.

Hier findet man alle weiteren Infos, auch wichtige Hinweise zur Durchführung, zum Weltspieltag und hier die aktuelle Pressemitteilung zum Weltspieltag.

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Mehr Mut zum Ich

Das vom Deutschen Kinderhilfswerk e.V. geförderte Projekt „ Mehr Mut zum Ich“ in der Schule am Wasserfall ist nun seit 3 Tagen voll in Gange.

„Das kannst du nicht“ – diesen Satz hören sowohl Menschen mit geistiger Behinderung, als auch Mädchen, die sich abseits rollentypischer Umgebungen bewegen, im Alltag oft. Hier arbeiten 9 Mädchen aus verschiedenen Schulen miteinander, die ein Projekt realisieren, das ihnen den Mut gibt, auf dieses Vorurteil mit „Kann ich doch!“ zu antworten. Auch Mädchen können mit Technik umgehen, auch geistig eingeschränkte Menschen können kreativ und selbstständig eigene Ideen verwirklichen. Genau das sollen die Teilnehmerinnen im Rahmen einer Kurzfilmproduktion erfahren.

Angeleitet von der Medienpädagogin Susann Frömmer und der an der Schule tätigen Schulsozialpädagogin Kirsten Luniak erstellen sie innerhalb einer Woche ihren eigenen Kurzfilm. Dabei übernehmen sie von der Idee bis zum Schnitt alle Produktionsschritte selbst. Bisher entwickelten die Teilnehmerinnen eine Geschichte, besorgten bzw. bastelten dann Kostüme und Requisiten und agieren schließlich sowohl vor als auch hinter der Kamera, um die einzelnen Szenen abzudrehen. Abschließend wird der Film am Computer geschnitten und ggf. mit Musik und Grafiken ausgeschmückt. Die im Alltag so oft erfahrene Fremdbestimmung soll bei diesem Projekt komplett in den Hintergrund treten. Die Teilnehmerinnen werden ermutigt, eigene, vielleicht auf den ersten Blick unschlüssige Ideen zu formulieren, die im Team zu einem Produkt zusammengebastelt werden, das einzig die Kreativität der Filmemacherinnen widerspiegelt.

Die Schülerinnen lernen nicht nur, wie Filmarbeiten und die dazugehörige Technik funktioniert – sie sin auch angehalten gegenseitige Rücksichtnahme und die Akzeptanz des „Anders sein“ zu erlernen. Und das geschieht einfach so, dass Ina und Merle auf einer Art mit Emely kommunizieren und sie bei der Erfüllung von Wünschen beim Filmset unterstützen, die natürlich Gegeben scheint. Man muss sie einfach nur lassen! Die Teilnehmerinnen sind alle sehr kreativ und selbstständig dabei. Mit viel Spass und Abwechslung, wird auch Ausdauer und Konzentration  geübt, denn oft braucht es mehrere Wiederholungen, bis eine Szene im Kasten ist…

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Mädchenausflug in die EMMA

CIMG5809Im Rahmen des Mädchenprojekts verbrachten Schüler*innen der GS Salbke einen entspannten und lustigen Ferientag im Kinder- und Familienzentrum EMMA. Nachdem die Mädchen erst neugierig erfragen konnten, was man in der „EMMA“ alles Tolles machen kann und die Mitarbeiter*innen Ulrike Wahry und Ralf Weigt kennen lernten, widmeten wir uns tollen Projekten. Es wurde gemalt, mit Pappe gearbeitet und aus Loom-Bändern Fensterdeko kreiert. Anschließend wurde noch lecker gekocht und gemeinsam mit allen Anwesenden gegessen. Zum Abschluss konnten die Mädchen noch den Spiel-und Kletterraum ausprobieren, bevor wir uns dann glücklich und erschöpft auf den Heimweg machen konnten.

Text: Cindy Kuske
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