O sole mio…

…schallte es irgendwann aus einem der drei Kanus, die lauschig auf der dahin plätschernde Ohre glitten und damit war klar, die Romantik und das Flair einer Bootstour wurde erfasst ;o)…

Zu Beginn der Ferien ließen sich insgesamt zwölf Kids aus den verschiedensten Klassenstufen aus der Evangelischen Sekundarschule und der Oskar Linke Schule für jeweils einen Kanutag auf der Ohre begeistern. An diesen Tagen bewegten wir uns auf Schienen, zu Fuß und im Boot – in dem wir vom Hauptbahnhof starteten, in Wolmirstedt ausstiegen und zu Fuß bis nach Elbeu marschierten. Dort empfingen uns neben dem Kanuverleiher Herr Schmeier (ha, reimt sich) auch Esel, schottische Hochlandrinder und liebenswerte Hunde, so dass wir fast Mühe hatten die Kids in die Boote zu bugsieren.

So weit, so gut!

Wir hatten ausnahmslos neugierige und aufgeweckte Kids am Start, die mit großer Freude zum Paddel griffen und loslegten. Ob beabsichtigt, erfahren oder völlig unschuldig, jedes Boot landete wenigstens einmal in den Brennnesseln, im Schilf, blieb im Geäst hängen, kippte fast, aber nie wirklich, setzte auf, musste befreit werden und bei der ersten Tour wurde jedes Kanu über einen umgekippten Baum gezogen. Für die großen Jungs stand fest, bei der 2. Tour wird eine Säge mitgenommen, um die Fahrrinne frei zu sägen. Bei der ersten Tour regnete es noch und wir suchten Schutz unter einer Brücke, die Wolken hingen noch tief, aber der Wind stärkte uns den Rücken. Als die Sonne vorluchste, gab es für die Kids kein Halten mehr: sie hüpften ins Wasser und quiekte vor Vergnügen. Sowohl am ersten wie auch am zweiten Tag kam der Moment – ehrlich gesagt genau der richtige, der erlösende Moment – an dem sich eines der Kids die Kanuseile schnappte und die Boote zog. Boah, konnten wir dann alles gleich zehnfach genießen… die herumtollenden Kids, das Naturspektakel, Flora und Fauna, das Picknick, das geschickte und konsequente Freisägen des Baumes, den Quatsch den die Kids erzählten und das Glück im Freien zwischen den Elementen zu sein.

Und ob aus Aimees Wildganseiern „Hildegard“, „Gustaf“ und „Olaf“ wurden oder das Brüten in einem einzigen Desaster endete, das verrät sie uns erst nach den Sommerferien!

Text & Fotos: Sonja Steinke & Daniel Rappholz

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